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Sonntag, 21. Juli 2013

Lagginhorn (Westgrat), 4010 m

Anspruchsvoller Viertausender in den Walliser Alpen.

Gipfelkreuz am Lagginhorn, hinten der Weissmies
Aufstieg zum Lagginhorn, hinten das Jegihorn (die felsige Pyramide) 
Felsklettereien bis zum II. Grad erwarten uns am Lagginhorn
Um 3.30 Uhr steigen wir aus den Federn, stärken uns und wandern los. Hinter der Weissmies-Hütte den gestrigen Abstiegsweg ein Stück bergauf, bis wir den Bach queren, der vom Laggin- und Hohlaubgletscher herunterfließt. Nun die Gletschermoräne über Schutt und Platten bergauf, bis zu einer Steilstufe, die wir überwinden. Dann gelangen wir auf den Laggingletscher.
Fletschhorn mit seinem gleichnamigen Gletscher
Blick über das Fletschhorn zu den Berner Alpen
Das Gletscherbecken gehen wir in einer Linkskurve aus. Zum Schluss wird der Gletscher steiler und wir gelangen in die Felsregion. Wir ziehen die Steigeisen aus und klettern über die Felsen (II-Stellen) hinauf bis auf den Westgrat. Über diesen wieder in leichter Kletterei bis zu einem schönen Aussichtspunkt hinunter auf den Fletschhorn-Gletscher, wo wir unseren Frühstücksplatz, ca. 3550 m, einlegen.

Lichtspiele
Blick Richtung Simplon-Pass
Anschließend wieder mit den Steigeisen weiter. Über mehrere steile Schneeflanken vorsichtig empor zum Gipfel des Lagginhorns. Abstieg auf dem Anstiegsweg zu den Weissmies-Hütten. Hier treffen wir auf den Rest der Gruppe, die an diesem Tag das Jegihorn, 3206 m über den neu errichteten Klettersteig bestiegen haben.

Blick vom Lagginhorn - letzter Gipfelaufschwung
Air-Zermatt im Einsatz, hinten das Lagginhorn
Gemeinsam wandern wir gemütlich hinunter bis zur Hohensaas-Mittelstation Kreuzboden. Von hier mit dem Monster-Trotti in flottem Tempo bergab nach Saas Grund.

Höhenmeter: 1280 m im Aufstieg (von Weissmies-Hütte), 2400 m im Abstieg
Gehzeit: 3,5 Stunden im Aufstieg, 2,5 Stunden im Abstieg
Einkehr: Weissmies-Hütten, Kreuzboden

Flott bergab mit dem Monster-Trotti
Jegihorn, Fletschhorn, Lagginhorn

Samstag, 20. Juli 2013

Weissmies-Überschreitung, 4017 m

Alpine Überschreitung des Weissmies (Südostgrat - Nordwestflanke, Oberer Westgrat).

Monte Rosa, Strahlhorn und Rimpfischhorn im ersten Tageslicht
Das Schneefeld zum Südostgrat
Der Wecker klingelt um 4.00 Uhr. Nach einem guten Frühstück auf der Almageller-Hütte, 2894 m starten wir mit den Stirnlampen zum Zwischenbergenpass, 3268 m. Langsam bricht der Tag an und unser Aufstiegsgrat, der Südostgrat, wird sichtbar. Anfangs rechts vom Grat mit den Steigeisen ungeseilt über ein Schneefeld bergauf.

Aufstieg vom Zwischenbergpass, hinten das Portjenhorn
Südostgrat - Blockkletterei im II°
Circa auf Quote 3500 m verlassen wir das Schneefeld und queren hinüber auf den Südostgrat. Nun am kurzen Seil in leichter Blockkletterei über den Grat empor Richtung Gipfel. Am Vorgipfel, 3972 m wechseln wir wieder auf die Steigeisen und gehen über den luftigen Firngrat anfangs flach dann steiler hinauf zum Weissmies-Gipfel, 4017 m.

Der luftige Firngrat zum Weissmies (Blick zurück)
Weissmiesgipfel und der Abstieg (Normalweg)
Nach einer kurzen, aber grandiosen Gipfelschau auf die umliegenden Viertausender der Wallis-Gruppe gehen wir über den Normalweg (Nordwestflanke, Oberer Westgrat)  zu den Wiesmieshütten. Dazu steigen wir über den Triftgletscher anfangs steil (ca. 40°), dann flacher an den Eisbrüchen vorbei hinunter nach Hohsaas, 3101 m.

Eisbrüche am Triftgletscher
Weissmies-Gipfel (links), Abstieg über den Triftgletscher
Bei der Bergstation von Hohsaas (Bahn von Saas Grund herauf) legen wir eine Rast ein und gehen dann bergab zu den Weissmies-Hütten, 2726 m. Hier kehren wir ein und schlagen unser Nachtquartier auf.

Gehzeit: 4,5 - 5,5 Stunden im Aufstieg
Höhenmeter: 1120 m
Einkehr: unterwegs keine

Lagginhorn, unser nächstes Ziel
Die Weissmieshütten, unsere Bleibe

Freitag, 19. Juli 2013

Almageller-Hütte, 2894 m

Zur Hütte mit dem 9 Viertausender-Blick.

Die Almagellerhütte liegt im Walliser Seitental, dem Saastal
Zustieg zur Hütte, hinten die Walliser Viertausender
Nach einer fünfstündigen Anfahrt von Bozen nach Saas Almagell, parken wir im Dörfli. Geschultert mit den schweren Rucksäcken wandern wir ins Almagellertal. Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir die Almageller-Alb, 2194 m, wo wir auf eine Rivella einkehren. Im Nieselregen geht es dann weiter und halten uns beim zweiten Bach links.

Blumenreich durch das Almagellertal
Zwischenstopp auf dem Hütten-Zustieg, die Almageller-Alb
Nun etwas steiler bergauf zur Almageller-Hütte, 2894 m, wo wir rechtzeitig um 18.30 Uhr zum Abendessen eintreffen. Die Almageller-Hütte ist heute unser Nachtquartier.  Der Abend klingt beim Abtrocknen in der Küche und anschließend beim Karten spielen gemütlich aus.

Höhenmeter: 1240 m
Gehzeit: 3 Stunden im Aufstieg
Einkehr: Almageller-Alb, Almageller-Hütte

Wegschild zur Almageller-Hütte
Ausblick auf unsere morgige Tour, dem Weissmies

Donnerstag, 12. April 2012

Rinderhorn, 3448 m

Kalter Pulvertraum.

Der Altels, unser eigentliches Ziel vom Mittwoch
Aufstieg vom Rindersattel über den Grat zum Rinderhorn
Wir starten um 6.30 Uhr beim Berghotel Schwarenbach, 2060 m und gehen Richtung Daubensee, 2207 m. Nach einer halben Stunde und ca. 150 Höhenmetern richten wir bei einem markanten Stein ein Materialdepot unserer heute nicht benötigten Ausrüstung ein. Nun beginnt der Aufstieg zum Rinderhorn.

Abfahrt vom Rindersattel
Querung zum Schwarzgrätli
Anfangs mäßig steil, dann links eines Lawinenkegels vorbei und immer steiler werdend empor zum Rindersattel, 2909 m. Dort empfängt uns ein eisiger Sturm. Wir gehen den Grat zum Fuße der Gipfelflanke entlang. Aufgrund der Kälte, die zum Teil unerträglich wird, fellen wir kurz unterhalb des Rinderhorn-Gipfels ab und fahren auch aufgrund der Lawinensituation auf dem Anstiegsweg zum Rindersattel zurück.

Klaus am Schwarzgrätli
Ein Bartgeier zog seine Kreise
Hier beginnt unsere Traum-Abfahrt. Wir ziehen unsere Schwünge über allerfeinsten Pulver bis zum Materialdepot. Wegen der schlechten Wetterprognosen entscheiden wir nicht wie geplant zur Lämmererhütte weiterzugehen, sondern mit Gegenanstieg über Tschalmeten und Schwarzgrätli, 2398 m aufzusteigen und von dort durch das Üschenetal zum Auto abzufahren.

Höhenmeter: 1300 m
Gehzeit: 4 Stunden im Aufstieg
Einkehr: unterwegs keine


Helmuth im Pulver-Rausch
Unsere Schweizer-Schrift

Dienstag, 10. April 2012

Balmhorn, 3698 m

Anspruchsvolle Skitour auf das Balmhorn.

Ein netter Kamerad auf Schwarenbach
Aufstieg über den Schwarzgletscher, Blick zum Gross Loner
Am Vortag fahren wir von Kandersteg in der Schweiz mit der Seilbahn nach Sunnbüel, 1934 m. Über den Winterwanderweg fahren wir mit den Skiern kurz bergab nach Spittelmatte, mit Fellern weiter zwischen Arvewald und Sagiwald und 150 Höhenmeter bergauf zum Berghotel Schwarenbach, 2060 m.

Spuren von der Hütte bis zum Gipfel ist heute angesagt
Am Zackengrat ist Vorsicht geboten
Am nächsten Morgen kurz zurück und anstatt nach Sagiwald hinunter zu fahren queren wir den Hang hinüber und biegen ins Schwarzgletscher-Tal hinein. Über den Gletscher Richtung Osten bis er eine 90°- Biegung vollzieht. Dort entscheiden wir uns nicht mehr dem Gletscher zu folgen, sondern rechts den Steilhang zum Zackengrat zu nehmen.

Die Schlechtwetterfront im Anmarsch
Starker Sturm ab dem Zackengrat
Am Grat angekommen kurz mit den Skiern weiter, dann mit den Skiern auf dem Rücken den Grat Richtung Norden entlang. Die letzten 300 Höhenmeter wieder mit Skiern über die steile Gipfelflanke empor zum Vorgipfel. Wir wechseln die Bergseite, kurz bergab und bergauf zum Gipfelkreuz des Balmhorn, 3698 m.

Gipfelkreuz am Balmhorn
Blick zu den Walliser Alpen
Nach einer Gipfelrast mit schönem Ausblick zu den Walliser Alpen kehren wir zum Vorgipfel zurück und bereiten uns auf die Abfahrt vor. Über hartgepressten Schnee die Gipfelflanke hinunter bis zum Zackengrat. Nun nicht mehr über diesen zurück, sondern direkt über den steilen Gletscher (ca. 40°) und Pulver hinunter bis nach Sagiwald. Die letzten 150 Höhenmeter fellen wir wieder auf und kehren zum Berghotel Schwarenbach zurück.

Höhenmeter: 1800 m
Gehzeit: gute 5 Stunden im Aufstieg
Einkehr: unterwegs keine, Berghotel Schwarenbach

Blick zurück zum Steilhang, links der Zackengrat 
Abfahrt vom Balmhorn - ein Genuss

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