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Samstag, 14. Juni 2014

Hochfeiler (über Griesferner), 3510 m

Über die Nordwand Griesferner auf den Hochfeiler.

Rechts Hochferner, in der Mitte das Biwak, rechts davon der Griesferner
Der Einstieg, das Gletschermaul am Griesferner wird links umgangen
Aufstieg am Griesferner
Beim Parkplatz der Hochfeiler-Hütte auf 1718 m im Talschluss des Pfitschertals knipsen wir um 3.30 Uhr die Stirnlampen an. Wir suchen auf dem 1-er Weg den schmalen Steig, der kurz vor dem Obernbergbach orografisch rechts abzweigt. Nach 15 Minuten sind wir endlich soweit und können starten.
Steilaufschwung in den Griesferner-Eisbrüchen
Die offenen Spalten umgehen wir
Wir folgen dem Obernbergtal über einen kaum erkennbaren Steig talein bis wir auf den markierten Weg treffen, der von der Pfitscher Joch Straße zum Hochferner Biwak (Günther-Messner-Biwak) führt. Nach zwei Stunden stehen wir am gelben Biwak und erreichen nach weiteren 15 Minuten den Einstieg in den Griesferner.

Tiefblick am Griesferner
Flachstück am Oberen Griesferner, links der Sattel zum Weißkarferner
Wir machen eine Pause und uns gletscherfit. Mit Helm, Steigeisen und zwei Pickeln geht es über die Eisbrüche des Griesferners empor. Anfangs über die gut sichtbaren, offenen Spalten steil empor. Am Ende des Griesferners wird es flacher, wir halten uns links und erreichen den Sattel, wo der Griesferner auf den Weißkarferner, ca. 3380 m trifft. Jetzt wird der Hochfeiler sichtbar.

Randspalte des Griesferner mit Blick zum Hochferner
Hochfeiler-Westwand, links dahinter die Nordwand
Vom Sattel leicht abwärts und am oberen Ende des Weißkarferners gehen wir weiter zur Hochfeiler-Westwand. Die restlichen 150 Höhenmeter wieder steil in direkter Linie durch die Westwand zum Hochfeiler-Gipfel, 3510 m.

Die letzten Meter in der Westwand zum Gipfel
Gipfelglück am Hochferner
Nach einer windigen Gipfelrast, die schöne Blicke in die Hochfeiler-Nordwand frei gibt, steigen wir über den Normalweg, zunächst über den Grat und dann direkt durch das Hintergras ab. Wir treffen auf den 1-er Weg und hatschen mit den schweren Rucksäcken zurück zum Hochfeiler-Parkplatz.

Schöne Ausblicke in die Nordwand
Normalweg, Blick zurück zum Gipfelkreuz
Höhenmeter: 1900 m (inkl. Gegenanstiegen)
Gehzeit: 5,5 Stunden im Aufstieg, 3 Stunden im Abstieg
Gute Verhältnisse, derzeit noch keine klassische Eistour, da noch genügend Schnee liegt und nur einzelne Passagen auf Blankeis sind. In der Westwand griffiger Schnee.
Einkehr: keine

Auch Tourengeher lieben die Schneeschuhe :)
Schneeabfahrt Hintergras

Sonntag, 8. Juli 2012

Hochfeiler, 3510 m

Auf den höchsten Berg der Zillertaler Alpen.

Hannes und ich auf dem Hochfeiler
Zeitig am Morgen wandern wir beim ausgeschilderten Parkplatz "Hochfeilerhütte" auf der alten Pfitscher Joch Straße los. Vom Parkplatz geradeaus dem Weg Nr. 1 folgend, dann rechts über den Pfitscher Bach und durch den Wald hinauf zu den Unterberghütten, 1838 m. Anschließend in Serpentinen den blühenden Wiesenhang empor und dann flacher, im Auf und Ab weiter talein bis die Hochfeilerhütte sichtbar wird.

Schroff und abweisend, die Felsen auf der anderen Talseite
Steile Passage am Einstieg in den Normalweg zum Gipfel
Eben über Platten weiter, dann bergab um einen Bach zu überqueren und schließlich wieder bergauf zur Hochfeilerhütte, 2710 m. Eine halbe Stunde vor der Hütte würde links der direkte Gipfelsteig abbiegen. Heute entscheiden wir uns für eine leckere Apfelstrudel-Stärkung auf dem Weg zum Gipfel und nehmen daher den Weg über die Hütte.

Hochnebel am Hochfeiler, dem König der Zillertaler Alpen
Abstieg über die Feile, dem Grat zum Hochfeiler
Von der Hochfeilerhütte wählen wir den Normalweg (Südwestgrat) auf den Gipfel des Hochfeiler. So wandern wir auf Steig 1A hinter der Hütte nordwestlich zu einem Felsen und steigen über ein paar Seilsicherungen auf den Gratrücken. Über diesen mäßig steil, den Steinmännchen folgend hinauf zu einem großen Steinmann. Kurz eben weiter und dann links steiler hinauf auf den Gipfelgrat.

Der Weg von Süden lässt eine unschwierige Hochtour zu
Der Gipfelweg führt über Geröll und felsiges Gelände
Wir wechseln unschwierig die Gratseite und erreichen die Firnschneide, die auch Feile genannt wird und dem Berg seinen Namen gibt. Über diese zum Schluss steil den Grat hinauf zum Hochfeiler-Holzkreuz. Es ist windig, kalt und der Hochnebel verhindert die ansonsten weite Panoramaschau. Nach einer kurzen Gipfelpause kehren wir auf dem Anstiegsweg wieder zurück ins Tal.

Höhenmeter: 1800 m
Gehzeit: 3,5 Stunden im Aufstieg, 3 Stunden im Abstieg
Einkehr: Hochfeilerhütte
Die Hochfeilerhütte, ein lohnendes Wanderziel
Gneiswände fallen steil auf das Sattgrün

Montag, 28. Mai 2012

Weissspitz, 2717 m

Der Weissspitz, ein lohnender Dolomitgipfel nordöstlich von Sterzing.

Vom Weissspitz beeindruckt der Tiefblick nach Sterzing
Frühling am Westgrat des Weisspitz, unser Aufstiegsweg
Von Sterzing fahren wir Richtung Pfitschertal, dann nach Flains und weiter nach Schmuders zum Braunhof, 1350 m wo wir kurz oberhalb bei den Wegweisern parken. Der Markierung 3 folgen wir teils auf der alten Militärstraße, teils einem Waldsteig leicht ansteigend zur Prantneralm, 1800 m.

Am Gipfelaufbau des Weissspitz - "Steine bis zum Himmel"
Am Ziel des auffallenden Dolomitgestein-Gipfel
Noch im Waldbereich wandern wir auf dem breiten Weg 3 zur Riedbergalm, 1947 m. Bei der Alm biegen wir rechts ab und erreichen über das weite Almgelände die Steinmännchen am Grat. Diesen folgen wir bis zum felsigen Gipfelaufbau. Über die hellen Dolomit-Blöcke geht es zum Schluss empor zu unserem Ziel, der Weissspitze, 2716 m. Von hier oben genießen wir eine weite Aussicht auf die Stubaier Alpen mit den Tribulaunen und auf die wolkenverhangenen Dolomiten, die vergletscherten Zillertaler Alpen hielten sich heute hinter den Wolken versteckt.

Alternativer An- oder Abstieg: Kammwanderung zum Saun
Riedbergalm (wer bis hierher fährt, erspart sich 500 Höhenmeter)
Nach einer Apfel-Pause steigen wir auf dem Anstiegsweg wieder zurück nach Schmuders. Alternativ kann man den Rücken über die Bairnockspitze, 2605 m die Riedspitze, 2490 m und den Saun, 2085 m entlang gehen und nach Schmuders absteigen.

Höhenmeter: 1400 m
Einkehr: Prantneralm (derzeit offen), Riedbergalm im Sommer
Gehzeit: 3 Stunden im Aufstieg, 2 Stunden im Abstieg

Steinmännchen weisen den Weg über den Almrücken
Prantneralm, links in der Sonne die Telfer Weissen und der Rosskopf

Dienstag, 16. Februar 2010

Saun, 2085 m





























Kurze, leichte und bei richtiger Spurwahl sichere Schneeschuh- und Skitour auf den Saun.

Hannes und ich fahren von Sterzing ins Pfitschertal und biegen gleich links nach Schmuders ab. Wir parken oberhalb der Jausenstation Braunhof und folgen rechts einer Forststraße. Gleich über eine Wiese hinauf in den Wald. Entlang des Bergrückens wandern wir nun stetig bergauf. Nach 1,5 Stunden erreichen wir die Waldgrenze und eine verfallene Hütte. Das Gipfelkreuz als Orientierungshilfe im Blick erreichen wir den 2085 m hohen Gipfel des Saun. Die Saunspitze fällt uns bereits in Sterzing im Cafè Frick als eine unbedeutende und kaum ausgeprägte Kuppe auf. Dennoch genießen wir hier oben trotz leichtem Schneefall eine schöne Aussicht auf die hohen Berge der Zillertaler Alpen.
Rasch kommen Windstopper und Handschuhe aus dem Rucksack und wir queren über den Kamm hinüber zu den Wegweisern. Hier fellt Hannes ab und weiter geht’s durch lichten Wald hinunter zu einer verfallenen Hütte. Nun rechts und über eine Wiese bergab bis wir auf den Weg zur Prantneralm gelangen. Den markierten Weg zurück zum Braunhof. Der Schnee wechselt zwischen Pulver, Bruch, Platten und Hartgefrorenem.

Höhenmeter: 750 m
Gesamtgehzeit: 2,5 Stunden
Einkehr: keine

Sonntag, 24. Juni 2007

Über den Landshuter Höhenweg zum Kraxentrager, 2999 m














Einsame, alpine Bergtour mit Gipfelabschluß und einer europäischen Kuriosität.

Ausgangspunkt: Pfitscher Joch Straße, 4. Kehre, 1800 m
Wegverlauf: Wir wandern auf dem neu angelegten Weg zunächst den Bach entlang hinauf, vorbei an blühenden Wiesen und einer verfallenen Almhütte. Im steilen Gelände, umgeben von Alpenrosen pfeifen zahlreiche Murmeltiere. Eine kurze Rast lädt ein, die Tiere zu beobachten. Nach einer knappen Stunde gelangen wir auf den Landshuter Höhenweg, welcher in einer Höhe zwischen 2300 und 2700 m verläuft. Nach einer Weggabelung (ein Weg führt nach St. Jakob in Pfitsch) geht es steil bergan zur Landshuterhütte (auch Europa-Hütte), 2693 m. Die Europahütte ist ein seltsames Kuriosum. Seit 1919 verläuft die Staatsgrenze Österreich-Italien direkt durch die Hütte. Von der Landshuterhütte folgen wir dem markierten Steig Richtung Kraxentrager. Der Plattensteig entlang des Südwestgrates führt zunächst unschwierig hinauf zu einem Vorgipfel. Nun am Drahtseil abwärts und über drei Stifte hinab in die Scharte. Dann den Grat entlang über Blöcke hinauf zum Gipfelkreuz. Leider weht entlang des Grates ein heftiger, kalter Wind. Auch das Gipfelkreuz ist im Nebel, sodass wir uns nur kurz aufhalten und unterhalb des Gipfels unsere verdiente Pause mit Stärkung einlegen. Nach Einkehr in der Europahütte folgen wir dem Aufstiegsweg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Höhenunterschied: 1200 m
Gehzeit im Aufstieg: 4 Stunden
Gesamtstrecke: 20 km

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