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Sonntag, 12. August 2018

Durra-Alm im Reintal, 2096 m

Steil empor zu einer urigen Alm.

Durra-Alm, ein lohnenswertes Ziel
Aufstieg mit Bergblick
Von Rein in Taufers fahren wir heute gemeinsam mit Opa hinauf bis zum Knutten-Parkplatz. Ein breiter Weg führt hinein ins Knuttental. Wir zweigen aber gleich nach dem Parkplatz bei der Brücke links ab und folgen dem Weg Nr. 1. Mit leichtem Wind wandern wir über einen Grashang bergauf. Der schmale Steig bringt uns dann in den Wald. Jetzt wird es flacher und wir erreichen eine Holzbank, die zur Rast einlädt. Weiter geht es dann durch lichteren Wald zu einem Wegkreuz, wo die Alm erstmals sichtbar wird.

Blick talauswärts
Unsere Mädels lieben schmale Steige
Jetzt ist es nicht mehr weit. Die Motivation der Kinder steigt. Der letzte steile Wiesenhang bringt uns dann empor zur wunderschön gelegenen Durra-Alm auf 2096 m. Nach einer leckeren Einkehr in der Almhütte kehren wir auf dem Anstiegsweg wieder zurück ins Tal. Opa schließt die Wanderung als Rundwanderung ab und wandert von der Durra-Alm hinunter zur Knuttenalm, 1869 m und von dort über den breiten Talweg zurück zum Auto.

Höhenmeter: ca. 400 hm
Gehzeit: 1,5 Stunden im Aufstieg, 1 Stunde im Abstieg
Einkehr: Durra-Alm, Knutten-Alm

Pause beim Taubenkropf-Leimkraut
Gelb in gelb: Tragetuch, Flasche und Wiese :-)

Freitag, 20. Juli 2018

Über den Hexensteig zur Bizathütte, 1416 m

Der Hexensteig, eine Erlebniswanderung für kleine und große Hexen.

Spielplatz mit Aussicht auf der Bizathütte
Der heutige Tag kündigt sich wechselhaft mit Sonne, Wind und Nieselregen an. Wir entscheiden uns daher für eine gemütliche, abenteuerliche Waldwanderung. Der Hexenweg verspricht schon einiges von seinem Namen her. So fahren wir von St. Johann die Bergstraße hinauf bis zum Berggasthaus Platter, wo wir parken und sich der Einstieg der Wanderung befindet.

Imposant geht es unter der Platterwand los
Sonnenuhr am Sonnenweg
Zunächst auf geteerter Straße den Ahrntaler Sonnenweg entlang gleich zur ersten Lesepause bei der Platterwand. Hier wird die Sage vom Seltsamen Wollknäuel erzählt. Dann geht es an der Sonnenuhr vorbei und auf dem breiten Waldweg weiter. Wer möchte, kann einen Abstecher hinunter zum Wasserfall machen, die anderen bleiben auf dem Hauptweg.

Unterwegs am Frankenbach zur Bizathütte
Der Hexenweg führt durch Wald und Wiese 
Nahe dem Frankenbach entlang geht es nun aufwärts und wir erreichen das Glockenspiel, das zu schönen Klängen einlädt. Nächster Halt ist beim Steintrog. Er erzählt Geschichtliches aus dem Ahrntal. Steil aufwärts erreichen wir dann die Kletterwand, die Bärenhöhle und den Holzstuhl. Über eine kleine Wiese kommen wir wieder auf die Forststraße und zur Bärenfamilie, die kurz vor der Bizathütte steht.
Unser improvisiertes Cover für das Wanderbaby
Neugierig geht es in die Bärenhöhle
Die Bizathütte war ursprünglich ein ganzjährig bewohnter Hof und gehörte zu den abgelegensten Höfen im Ahrntal. Nach einer Pause im Nieselregen kehren wir auf dem steilen Weg direkt am Bach entlang zurück und nehmen dieses Mal das Hexenhäuschen mit, an dem wir auf dem Hinweg nur vorbei gegangen sind. Kurz oberhalb des Waldhäuschens zweigt ein schmaler Wiesensteig zur Mühle ab und weiter unterhalb bei einer Holzbank genießt man den freien Blick auf das Sonnenhexenhäuschen. Wer entdeckt den großen Hexenbesen?

Gehzeit: 1,5 Stunden im Hinweg, 1 Stunde zurück. Hängt natürlich stark von den Spielpausen an den Stationen ab.
Höhenmeter: ca. 250 m
Einkehr: Platterhof am Ausgangspunkt oder Bizathütte am Ende des Hexensteiges

Rastplatz am Hexenweg
Bizathütte, einst ein ganzjährig bewohnter Hof

Donnerstag, 1. Mai 2014

Rötspitze, 3495 m

Stollend, steil, stimmungsvoll.

Rötspitze, ein anspruchsvolles Hochtourenziel
Schöne und schwere Stöckelschuhe
Nach einem schnellen Macchiato im Berggasthaus Kasern wandern wir mit den geschulterten Skiern vom Parkplatz talein zur Hl. Geist-Kirche und über den Almweg hinauf zur Labesau-Alm, 1757 m am Eingang des Windtales. Auf ca. 1900 m schnallen wir die Skier an. Zunächst flach, dann leicht ansteigend auf der orographisch linken Talseite hinein.

Lenkjöchlhütte, am am Übergang vom Wind- ins Röttal
Spuren bis zum Gipfel war angesagt
Über eine Steilstufe erreichen wir das flache Tal Burgl und gehen es aus. Über eine Rechtsschleife erreichen wir das Lenkjöchl, mit der Lenkjöchlhütte, 2603 m. Wir queren einen Steilhang um ins Rötkees zu gelangen. Mäßig steil über Mulden, sich links haltend peilen wir die Untere Rötspitze an. Zum Schluss steilt sich der Winter-Gipfel auf.

Letzter Aufstieg zur Unteren Rötspitze
Querung im Welitz-Kees
Vor der Unteren Rötspitze, 3290 m schultern wir die Skier und stapflen die letzten Höhenmeter empor. Von der Unteren Rötspitze queren wir mit den Skiern zum oberen Rand des Welitz-Kees. Unterhalb des Gipfelaufbaus wechseln wir auf Steigeisen und steigen steil über die Flanke zum Gipfelkreuz empor.
Gipfelflanke der Rötspitze
Schlussanstieg über den Grat zur Rötspitze
Glücklich stehen wir auf der Rötspitze, 3495 m und genießen die Gipfelschau auf die umliegenden Dreitausender, vor allem die nahe Dreiherrnspitze. Die Pulver-Abfahrt erfolgt über die ca. 1100 m lange Westflanke der Rötspitze steil hinunter ins Röttal.

Gipfelfreuden
Abfahrt über die Westflanke, unten das Röttal
Abwechselnd fahren und schieben wir durch das Röttal hinaus zur urigen Rötalm, 2116 m. Von dort weiter bis zum Rötkreuz und kurz vorher links über einen Canyon hinunter bis zum Weg Nr. 11. Jetzt wieder mit geschulterten Skiern bergab zum Auto.

Höhenmeter: 1900 m
Gehzeit: 6 Stunden im Aufstieg
Einkehr: in Kasern

Blick zurück auf die Westflanke der Rötspitze
Krönender Abschluss: ein Auerhahn

Dienstag, 18. März 2014

Turnerkamp, 3416 m

Ein Traum geht in Erfüllung.

Firntour zum Turnerkamp
Göge-Alm im Morgenlicht
Am Terner-Jöchl bei einem Sonnenaufgang hat der Traum vom Turnerkamp angefangen. Heute geht es gegen 6 Uhr in Weissenbach beim Lederhosenpub, ca. 1400 m los. Über den Forstweg, der zur Göge-Alm führt, gelangen wir zur Tristall-Alm, 1665 m und der Tratter-Alm, 1853 m. Die Göge-Alm, 2027 m lassen wir links liegen und machen am Ende des Almbodens eine Rechtskurve.

Aufstieg zum Turnerkamp
Skidepot unterhalb vom Turnerkamp
Nun über sanfte Hänge empor bis ins offene, flache Gelände. Den Boden gehen wir aus und trennen uns an dessen Ende vom Aufstieg zur V. Hornspitze. Wir bleiben links und steuern eine gut sichtbare Gletschermoräne an. Es wechseln sich nun flachere und steilere Hänge ab, die uns auf das Trattenbach-Kees, ca. 2800 m bringen. Jetzt peilen wir den Fuß der Turnerkamp-Gipfelflanke an.

Aufstieg in der Gipfelflanke
Blick über die Hornspitzen
Auf ca. 3300 m machen wir unser Skidepot und stapfen die letzten 100 Höhenmeter mit Steigeisen und Pickel sehr steil zum Gipfelkreuz empor. Traumhaft, die wolkenlose Aussicht am Turnerkamp, 3416 m auf die umliegenden Dreitausender beeindruckt. Der Abstieg erfolgt wieder mit Steigeisen zum Skidepot und dann mit  den Skiern über die bestens aufgefirnten Hänge hinunter bis in den Oberen Boden.

Gipfelkreuz am Turnerkamp
Tiefblick zum Skidepot
Hier queren wir hinaus ins Trattenbachtal und fahren dann steil zur Tratteralm ab. Von dort über die Forststraße mit schweren Beinen zurück zum Auto.

Höhenmeter: ca. 2000 m
Gehzeit: 5 Stunden im Aufstieg
Einkehr: unterwegs keine

Die Rinne, Schlüsselstelle am Turnerkamp
Firnabfahrt vom Turnerkamp gegen 11.30 Uhr

Sonntag, 23. September 2012

Hochgall (Nordwestgrat), 3436 m

Über den Wolken auf dem Hochgall.

Hochgall-Nordwestgrat, hinten rechts der Wildgall
Magerstein und Schneebiger Nock
In aller Herrgottsfrühe sind Helmuth und ich heute aufgestanden und von Rein in Taufers bei der Jausenstation Säge losgegangen. Über Weg Nr. 8 erreichen wir die Kasseler-Hütte, 2276 m und kehren dort ein. Die Hüttenwirtin gibt uns einen wertvollen Tipp zum Einstieg Richtung Nordwestgrat.

Hochgall-Ferner
Kletterpassage am Nordwestgrat
So folgen wir dem Höhenweg Arthur-Hartdegen ca. 20 Minuten bis zum ersten großen Bach, überqueren ihn und biegen rechts ab (Achtung: bei der Gedenktafel ist man ca. 10 m zu weit). Den Steinmännchen folgend empor zu einer kleinen Gletscher-Lacke und weiter zum Nordwestgrat.

Blick zurück zum Nordwestgrat
Die letzten Halteseile zum Gipfel
Ab hier in schöner Blockkletterei hinauf zum Grauen Nöckl, 3084 m. Von dort steigen wir drahtseilgesichert mit grandiosem Blick auf den Hochgall-Ferner ab in eine Scharte. Nun den Grat zwischen dem Hochgall-Ferner und dem Östlichen Rieserferner empor. Unterhalb des Gipfels wird der Aufstieg steiler und folgt über griffige Platten (seilgesichert).

Wolkenmeer und Dolomitenzacken
Gipfelschau bis zum Horizont
Die letzten Meter zum Gipfel erfolgen nahezu eben, mit tollem Tiefblick in die Hochgall-Nordwand. Die Gipfelrast genießen wir ober den Wolken - mit Blick zu den vielen hohen Bergen, unter anderem den Drei Zinnen, Antelao, Marmolada, Lang- und Plattkofel, Dreiherrnspitze und den Grossglockner.

Die Nebel steigen höher, Magerstein und Schneebiger Nock
Nordwand und die Hochgall
Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg.
Die gesamte Hochtour erfordert Trittsicherheit, die Mitnahme eines Seils ist für Ungeübte empfohlen (II-Kletterstellen).

Höhenmeter: 1900 m
Gehzeit: 4,5 Stunden im Aufstieg, 4 Stunden im Abstieg
Einkehr: Kasseler-Hütte

Ein lohnender Hochtourengipfel, die Hochgall
Über den Wolken

Mittwoch, 29. August 2012

Dreieckspitze, 3031 m

Seenreiche Gipfelüberschreitung der Dreieckspitze im Reintal.

Ein leichter Dreitausender im Tauferer Ahrntal
Gipfelblick auf den Fleischbachkees
Im Talschluss, hinter dem schön gelegenen Oberhof im Reintal, beginnt meine heutige Bergtour. Vom Knutten-Parkplatz wandere ich den breiten Fahrweg talein ins Knuttental. Die Morgensonne beleuchtet die Berge ringsum, während es im Tal herbstlich frisch ist.

Blick vom Klammljoch zum Klammlsee und dem Zollhaus
Beeindruckende Berge über dem Klammljoch
Gemütlich erreiche ich nach fast einer Stunde die Knuttenalm, 1911 m (bewirtschaftet). Von der Alm leicht ansteigend weiter, teils die Abkürzungen nehmend, erreiche ich den Klammlsee und kurz darauf das Klammljoch, 2294 m. Nach einer kurzen Pause gehe ich wieder zurück zum Klammlsee, umrunde ihn und steige am alten Zollhaus auf Weg Nr. 9/A ein.

Blick über den Klammlsee zu den Hohen Tauern
Die Weiße Wand spiegelt sich im Napfensee
Ein schöner Wandersteig bringt mich über Gras- und Steinhänge empor zu den idyllisch gelegenen Napfen Lacken, 2478 m. Von den Seen über Steinblöcke weiter bergauf zum tiefblauen Karsee, einem Überbleibsel des einstigen Kargletschers. Die Spitze vom Dreieckigen im Blick erklimme ich den aussichtsreichen Dreitausender über die großen Steine am Westgrat.

Samtweich blüht das Wollgras bei den Napfen Lacken
Tiefblau leuchtet der Karsee am Fuße der Dreieckspitze
Am Gipfel überrascht die weite Aussicht ins Tal und auf die nahen Gletscher. Nach einer Trinkpause geht es über den Südostgrat hinunter in die Bärenluegscharte, 2848 m und auf Steig 9/a steil in Serpentinen bergab zu den Koflerseen, 2439 m. Die vier Seen sind traumhaft schön unter dem Stutennock-Bergkamm in die Landschaft gebettet.

Fleischbach-Gletschersee
Ein Grenzberg, die Dreieckspitze
Mit Gletscherblick wandere ich den steinigen Almboden hinunter zur Oberen Kofleralm, 2192 m und über den A.-Hartdegen Weg (8/a) bergab zur Unteren Kofleralm, 2034 m. Durch den duftenden Zirbenwald gelange ich auf dem alten Fußweg bis oberhalb des Bergdorfes Rein. Die letzten zehn Minunten auf einer Höfezufahrt zurück zum Parkplatz im Knuttental.

Höhenmeter: 1400 m
Gesamtgehzeit: 6 Stunden
Einkehr: Knuttenalm
Koflerseen, Stutennock, hinten links der Große Moosstock
Großer Koflersee
Obere Kofleralm mit dem Hochgall (rechts)

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