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Mittwoch, 6. August 2014

Ortler (über Hintergrat), 3905 m

Über den Hintergrat auf den Ortler.

Ortler-Gipfelkreuz, aufgestellt am Tag als unsere Lena geboren wurde
Sonnenaufgang am Hintergrat
In Sulden, 1844 m fahren wir am späten Nachmittag mit dem Langenstein-Lift hinauf auf 2330 m. Mit den schweren Rucksäcken und im leichten Nieselregen wandern wir auf dem Morosini-Weg (Nr. 3) zur Hintergrat-Hütte, 2661 m. Nach einer schlaflosen Nacht werden wir um 3.20 Uhr von der Hüttenwirtin geweckt.
Vom Schnee in den Felsen
Zufallspitzen, Königspitze und Zebrù
Mit Stirnlampe auf einem gut ausgetretenen Steig hinüber bis zur nördlichen Gletschermoräne des Suldenferners. Auf dieser kurz entlang bis zu einem Felsvorbau, den wir rechts umgehen und in ein steiles Kar gelangen. Anfangs über Schutt, später über das Schneefeld, das in einer Rinne endet. Durch die Rinne empor, über ein zweites Schneefeld und in leichten Kletterpassagen weiter zum Gletscher am Oberen Knottn.
Eine der Schlüsselstellen am Hintergrat
Luftige Passage am Hintergrat
Über den breiten Firngrat weiter zum Felsgrat und diesen hinauf bis kurz unter seinem höchsten Punkt. Dort befindet sich eine Abseilstelle, wo wir uns ca. 15 m abseilen. Über ein Band kehren wir wieder hinauf zum Grat, und umrunden so den Signalkopf.

Der schönste Grat des Sommers
Traumhaft, unsere Bergwelt
Kurz darauf gelangen wir zur ersten Schlüsselstelle. Einen Riss klettern wir 5 m empor (Hacken vorhanden), anschließend wieder in leichterer Kletterei zu einem Firnhang. Diesen steigen wir empor (ca. 40°) und erreichen wieder den Felsen. Wir klettern weiter empor und erreichen die zweite Schlüsselstelle.
Aufstieg im letzten Firnhang
Weiss&Braun, kurz vor dem Gipfel
Über IV- Kletter-Stellen empor und von dort umschwierig, aber ausgesetzt weiter bis zum Gipfel des Ortlers. Bei Kaiserwetter genießen wir den höchsten Berg Südtirols und steigen dann auf dem Normalweg zur Payer-Hütte ab. Von dort über Steig Nr. 4 über die Bärenkopfscharte hinunter zur Tabaretta-Hüttte, 2556 m und weiter bergab bis zum Parkplatz in Sulden.

Blick zurück über den Hintergrat
Gipfelfreude, bei noch recht tief eingeschneitem Kreuz
Höhenmeter: 1250 m im Aufstieg (von Hintergrat-Hütte), 2050 m im Abstieg
Geh- und Kletterzeit: ca. 5 Stunden im Aufstieg, 4 Stunden im Abstieg
Einkehr: Hintergrat-Hütte, Payer-Hütte, Tabaretta-Hütte

Abstieg über den Ortler-Normalweg
Payerhütte mit Ortler

Samstag, 8. Februar 2014

Piz Chavalatsch, 2764 m

Tief verschneit und voll sonnig.

Schneeidylle in Stilfs
Weg zum Gipfel
Schönes Tourengelände rund um die Stilfser Almen
Wir fahren zeitig durch den Vinschgau bis wir kurz vor Stilfs links Richtung Valatscheshof abbiegen. Frau Holle hat es über Nacht gut mit uns gemeint. Aufgrund des vielen Neuschnees parken wir unterhalb des Hofes, nahe dem Tramentanbach, ca. 1500 m. Wir fellen auf und steigen über die winterlichen Wiesen und den dichten Wald den 6-er Steig empor zum Valatscheshof.

Wir pflügen unsere Spur in die Hänge
Schneefahnen am Gipfel von König Ortler
Nun so wie letztes Jahr (damals als Skitour und Schneeschuhwanderung mit Babybauch) weiter zur Oberen Stilfser Alm, 2077 m. Wir legen heute die erste Spur über die weiten, sanften Hänge empor zum Vorgipfel und dem nahen Hauptgipfel mit Kreuz. Die Aussicht am Piz Chavalatsch auf die hohen Dreitausender der Ortlergruppe beeindruckt immer wieder.

Der Weg, das schönste Ziel
Sonnenverwöhnt - über dem Hochnebel
Die Abfahrt erfolgt dann über weichen Pulver entlang des Aufstiegweges. Zum Mittagessen kehren wir auf der Oberen Stilfser Alm ein und lassen uns Suppe, Knödel, Nocken und Schöpsernes schmecken.

Höhenmeter: 1260 m
Gehzeit: 3 Stunden im Aufstieg
Einkehr: Obere Stilfser Alm

Gipfelkreuz am Piz Chavalatsch
Das ehemalige Zollwachhaus am Vorgipfel
Abfahrtsfreuden vom Piz Chavalatsch

Sonntag, 17. Februar 2013

Piz Chavalatsch, 2763 m

Piz Chavalatsch, ein Gipfel mit schönem Ortler-Blick.

Mystische Stimmung am Ortler
Gebetsfahnen am Piz Chavalatsch
Ein schon lange geplanter Wintergipfel erfüllt sich heute. Kurz vor dem Dorf Stilfs biegen wir links ab, vorbei am Sportplatz und hinauf bis unterhalb des Valatsches-Hofs. Wir gehen zur Brücke und folgen links gleich dem Tramentanbach. Steil geht es mit Skiern und Schneeschuhen über den lichten Waldhang hinauf. Bald treffen wir auf den Forstweg, der von den Höfen heraufführt.
Stilfser Almenboden, rechts oben die Obere Stilfser Alm
Der Ortler begleitet uns auf dieser Tour
Nun gemütlich talein zu den Stilfser Almböden. Im offenen Tal halten wir uns rechts und peilen die Obere Stilfser Alm, 2077 m an. Aus dem Kamin raucht es schon, der Hüttenwirt heizt schon für später ein. Von der Alm weiter talein, rechts des Baches bis fast in den Talschluss. Kurz vorher rechts über einen Steilhang empor und wieder flacher weiter.

Untere Stilfser Alm
Piz Chavalatsch, ein Vinschger Aussichtsberg
Anschließend links wieder über einen steilen Hang hinauf zu einem Bergrücken. Über diesen links bergauf und sanft weiter auf den nächsten Kamm. Über diesen empor und einen kurzen Steilhang hinauf zu den Holzschildern. Von hier aus ist das Zollwachhaus sichtbar. Wir gehen im leichten Schneegestöber weiter zum Gipfelkamm und über diesen unschwierig zum Zollwachhaus und dem dahinter liegenden Hauptgipfel.

Wolkenspiel vor den nahen Ortlerbergen
Blick zu den Ötztaler Alpen
Glücklich stehen wir am Holzkreuz und genießen im sonnigen Schneegestöber die Aussicht. Den Abstieg bzw. die Abfahrt wählen wir entlang des Aufstiegweges. In der Oberen Stilfser Alm kehren wir bei Johann, dem ehemaligen Hüttenwirt der Berglhütte, ein.
Das Zollwachhaus am Chavalatsch-Gipfel
Vom Gipfel zur Rast am Zollwachhaus
Nach leckeren Mangold-Knödeln und einer Knödelsuppe sowie Bergkräutertee und einem Hefe, geht es über die Almhänge wieder zurück zum Auto.

Höhenmeter: 1100 m
Gehzeit: 3 Stunden im Aufstieg, 1,5 Stunden im Abstieg
Einkehr: Obere Stilfser Alm (im Winter an den Wochenenden geöffnet)

Pulver und Harsch wechseln sich ab
Obere Stilfser Alm, eine lohnende Einkehr

Montag, 13. August 2012

Vertainspitze, 3545 m

Die Vertainspitze, eine aussichtsreiche Felspyramide in Sulden.

Über den Südhang auf die stolze Vertainspitze
Bergauf am Rand des Rosimferners
Gemeinsam mit Paula und Johanna fahren wir heute nach Innersulden. Nach einem guten Frühstück wandern wir durch den Wald auf Steig Nr. 11 in das Rosimtal zu den Rosimböden. Wir queren den Rosimbach und gehen eine Moräne hinauf zur Gletscherzunge des Rosimferner. 

Prachtblick zu Zufall und Cevedale
Querung zum Gipfel der Vertain
Am Rosimferner endet die Markierung. Steinmännchen weisen den weiteren Weg. Anfangs queren wir ein Schneefeld und gehen dann über Geröll und Felsen am Gletscherrand hinauf und über einen schmalen Steig weiter bis auf gut 3000 m. 

Bergsteiger auf dem Grat zum Rosimjoch
Das Firnfeld unter dem Gipfel, im Abstieg mit Blick auf die Ortlerberge
Anschließend biegen wir links ab und gelangen zu einem Firnfeld. Dieses umgehen wir am unteren Rand und gelangen zum steilen Gipfelhang. Über die steinige Südflanke erreichen wir nach einem flotten Aufstieg die aussichtsreiche Vertainspitze. 

Gletscherspalte am Rosimferner
Gletscherwasser vom Rosimferner
Wir genießen eine schöne Gipfelrast mit Blick auf das Dreigestirn Königspitze, Zebrù und Ortler, neben uns ragt der Hohe Angelus in den Himmel, hinter uns liegen der Laaser Ferner und die Marteller Dreitausender. Unverkennbar auch der Blick hinüber zum Cevedale.

Vertain mit Blick zum Suldner Dreigestirn
Vorne der Hohe Angelus, hinten die Orgelspitze, rechts der Laaser Ferner
Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg, wobei wir vom Gipfel den Grat hinunter zum Firnfeld gehen und über dieses problemlos zum Aufstiegsweg. Der Weg zurück besticht mit einem Traumblick auf die hohen Gletscherriesen der Ortlergruppe.

Höhenmeter: 1650 m
Gehzeit: 4 Stunden im Aufstieg, 2,5 Stunden im Abstieg
Einkehr: unterwegs keine

Querung am unteren Rand des Firnfeldes zum Gipfelanstieg
Königsspitze

Sonntag, 31. Juli 2011

Eiskurs am Suldenferner

Bizarre Gletscherbrüche, steile Flanken und tiefe Gletscherspalten.

Königsspitze, Zebrù, Ortler und die Schaubachhütte
Suldenferner
Von der Schaubachhütte oberhalb von Sulden wandern wir über die Gletschermoränen zum Einstieg in den Suldenferner. Hier heißt es Steigeisen anziehen, anseilen, über den Suldenferner losstapfen und eisklettern, in die Gletscherspalten hüpfen, Standplatz bauen, Bergfreunde aus den Spalten bergen, über den Schnee rutschen.

Eisklettern in den Gletscherbrüchen

Blick auf die Ostflanke der Königsspitze (links)

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