Dienstag, 7. September 2021

Schlern-Gipfeltour mit Kindern, 2563 m

Ein lang gehegter Gipfel-Traum geht in Erfüllung. 


Viele Wege führen auf Südtirols Symbolberg, dem Schlern. Für die Kinder schon seit Jahren ein Traum, auf diesem beeindruckenden Berg zu stehen. Wir entscheiden uns für den kürzesten Weg, dem Touristensteig von der Seiser Alm aus. Und heute war es endlich soweit, stabiles Wetter ist auch angesagt. Gemeinsam mit lieben Freunden sind wir gegen 8.30 Uhr beim Gasthof Frommer vom kostenlosen Parkplatz Spitzbühl, markiert auch mit Nr. 1, gestartet.

Am Beginn stand schon ein erstes Abenteuer auf dem Programm. Mit dem 2-er Sessellift geht es gemütlich hoch bis zur Bergstation nahe der Spitzbühlhütte, 1929 m. Dann geht es eben bzw. sogar leicht abwärts über die Seiser Alm. Wir wandern an der Gstatsch-Alm und der Saltner-Hütte vorbei hinunter zum Frötschbach. Diesen überqueren wir. Nun geht es auf gutem Bergweg mäßig steil hinauf auf das Hochplateau des Schlern.

Dort wo der Weg wieder eben wird, folgen wir rechts einem schmalen, unauffälligem Steig. Weglos geht es dann über die begraste Hochebene hinauf zum Mahlknechtstein und die letzten Minuten hinüber zum Petz, der höchsten Erhebung am Schlern. Nach der Gipfelrast wandern wir auf dem markierten Steig hinunter zum Schlernhaus, 2457 m. Für die kleinen BergsteigerInnen gibt es im Schlernhaus eine tolle Überraschung. Glücklich und mit schöner Dolomiten-Aussicht kehren wir anschließend auf dem Anstiegsweg zurück zum Auto. 


Höhenmeter: 850 m
Gehzeit: 3 Stunden im Aufstieg, durch die Liftbenützung ca. 40 Minuten gespart. 
Abstieg ca 2.5 Stunden, ohne Lift
Länge: 13 km
Einkehr: Gstatsch-Alm, Saltner-Hütte, Schlernhaus

Dienstag, 3. August 2021

Mit dem Rad über den Salten

Rad- und Wanderausflug inmitten von Lärchenwiesen.


Ausgangspunkt unserer heutigen Mountainbikerunde ist der Parkplatz Schermoos (gebührenpflichtig) zwischen Jenesien und Mölten. Während ein Teil unserer Gruppe mit dem Rad losfährt, wandert der andere Teil gemütlich in einer Stunde auf Weg Nr. 1, später 7A direkt zu unserem gemeinsamen Treffpunkt, der Alm Gschnoferstall, 1439 m. Ob zu Fuß oder mit dem Rad, der Salten ist ein gemütliches Fleckchen Erde. Es geht meist ohne nennenswerte Steigungen wunderschön mit Dolomitenblick über die Lärchen-Wiesen.



Die Rad- und Wanderroute startet zunächst gemeinsam, vorbei unterhalb des Höhenkirchlein Langfenn und teilt sich dann. Während die Radler bald den Sagenweg erreichen und diesem folgen, führt unser Wanderweg kurz durch einen schmalen Waldsteig, dann am Roppenbichl abwärts und wieder eben zum Gschnoferstoll. Bald trifft auch unsere Rad-Gruppe ein, die nach dem Sagenweg einen Teil des Guggnweges und dann der Beschilderung Gschnofer Stall gefolgt ist. Zur großen Freude der Kinder leben auf der Alm gerade zwei sehr zutrauliche, verschmuste Kätzchen. Nach einer ausgiebigen Rast kehren wir über den breiten Wanderweg zurück zum Parkplatz.

Höhenmeter: gering 
Dauer: Radzeit insgesamt 2 Stunden, Gehzeit für Wanderer: 2 Stunden (hin und retour) 
Einkehr: Gschnofer Stall (lohnend)



Freitag, 30. Juli 2021

Peilstein, ein schöner Gipfel mit Kindern, 2543 m

Der Gipfel, den wir immer wieder gern besuchen.



Einen unserer Lieblingsgipfel im Ultental haben wir in den letzten Jahren nicht so oft besuchen können. Heuer haben wir es mit den Kindern gewagt und es war wunderschön.

Von St. Walburg im Ultental fahren wir hinauf bis zum letzen Bergbauernhof, dem Gigglhirnhof, 1670 m. Nun durch den Wald erst eben, dann steil hinauf zu den Almhütten von Schweinsteig, 2100 m. Beim holzgeschnitzten Drachen legen wir die erste große Pause ein. Anschließend wandern wir über den Almboden weiter zur Marschnell-Alm, 2213 m. Die Marschnellalm ist die höchst gelegene Alm im Ultental und liegt eingebettet in einem weiten, aussichtsreichen Kessel. Von dort leicht aufwärts zum Bach und der Steinmauer entlang zum Fuße der Gipfelflanke. Nun steiler bergauf in eine Senke und über den Bergkamm des Peilstein hinaus zum Kreuz. Zu unserer Überraschung steht ein neues Holzkreuz am wunderschönen Aussichtsfleck. Der Blick reicht über das Ultental zu den Dolomiten und den Ortler Bergen. 

Höhenmeter: 860 m
Gehzeit: 2 Stunden bis zur Alm, von dort 1 Stunde bis zum Peilstein-Gipfel
Einkehr: Marschnellalm



Dienstag, 6. Juli 2021

Campill, Lüsner Alm, 2190 m

Sanfter und aussichtsreicher Gipfel auf der Lüsner Alm.


Am Parkplatz Schwaiger Böden, 1730 m in Oberflitt oberhalb von Lüsen beginnt unsere heutige Alm-Gipfel-Wanderung. Zunächst steil durch den Wald auf Weg 2 hinauf und dann über die Maurer-Drei-Wiesen auf die weite Lüsner Alm. 



Wir wandern vorbei an der Grosskaneider-Alm, später an der lieblichen Schneider-Alm und einen Kessel ausgehend erreichen wir die Ast-Alm. Alle aussichtsreich mit Vieh, allerdings ohne Einkehr. Über einen schmalen Steig erreichen wir die kleine Kapelle, das Jakobsstöckl, im Volksmund Joggile-Stöckl genannt, 2026 m. Von hier wird das Campill-Gipfelkreuz sichtbar. 



Die Motivation vor allem bei den Kindern steigt wieder und wir erreichen umschwierig über den Kamm und Steig Nr. 10 den wunderschönen Aussichtsberg Campill am Hörschwanger Kreuz, 2190 m. Der Blick reicht weit und bietet ein tolles 360°-Panorama. Nach einer ausgiebigen Rast geht es den markierten Almweg bergab, einmal queren wir den Weidezaun und erreichen über den Fahrweg die Kreuzwiesenalm, 1909 m, wo der tolle Spielplatz die nächste große Pause bietet. Nun entweder über den Forstweg oder abenteuerlich über den schmalen Schmalzhaussteig zurück zum Parkplatz.

Höhenmeter: 460 m 
Gesamtgehzeit: 5 Stunden
Länge: 9,6 km
Einkehr: Kreuzwiesenalm

Sonntag, 4. Juli 2021

Guggnweg, Erlebnisweg am Salten

Erlebniswanderung inmitten der Lärchenwiesen.

Unterhalb vom Wietererhof in Jenesien beginnt der Erlebnisweg "Guggn" mit der Station 1 "Mei Ross". Drei Holzpferde, ein Reitpferd, eines mit Kutsche und eines mit Pflug, laden zu einer langen Spielzeit ein.  Schattig geht es durch den Wald dann leicht bergauf, vorbei am Wietererhof und weiter zum original nachgebauten Kalchofen.

Weiter bergauf, vorbei am Gasthof Edelweiß, bis man nach einer halben Stunde den Platz "Rundumedum" erreicht. Hier sind die Kinder fasziniert von den Sinnen der Pferde. Weiter geht es über die lichten Wiesen mit Erdpyramiden-Blick zu Station 4 und 5, "Tschurtschen" und "Lörget". 

Über die grünen Wiesen erreicht man Station 6 und später Station 7 "Reasch". "Reasch" befindet sich fünf Minuten oberhalb vom Wieserhof und verdeutlicht, wie schnell ein Pferd unterwegs sein kann. Eben wandern wir weiter, dann bergab zum nächsten feinen Platzl. "Gschpiarn" heißt die Station 8, ein großes, grasendes Holzpferd unter einer Lärche. Kurz vor dem Tschaufenhaus steht der tolle Pferdekopf zum Klettern und Aussicht genießen, das ist Station 9. 


Eine halbe Stunde weiter ginge es zur Station 10 in Verschneid. Diese lassen wir jedoch aus und kehren über den Tschaufen-Weiher und den Salten zurück zum Auto.

Gehzeit: gute 4,5 Stunden, ohne Spielpausen
Einkehr: Tschaufenhaus, Wieserhof, Gasthof Edelweiß

Samstag, 20. März 2021

Frühlingswanderungen in Missian

Von der klassischen Burgenwanderung zu einem sehr steilen Aufstieg.



Viele unserer Wanderungen im Frühling und Herbst starten in Missian, direkt vor unserer Haustür. Langeweile kommt dabei keine auf, weil wir neue Wege erkunden oder alte Steige wieder entdecken. Auch der Wandel der Jahreszeiten macht die Wege immer wieder spannend. Und von Woche zu Woche wählen wir eine anspruchsvollere Route für unsere Motivation.

Mit der Landkarte stellt man sich seine Runde am leichtesten zusammen. Unsere Wanderrunden im Überblick:

  • die klassische Drei-Burgenwanderung: von Missian zum Kreideturm, nach Schloss Hocheppan, im Ab und Auf über die Schlucht nach Schloss Boymont und über Schloss Korb zurück ins Dorf
  • von Missian zum Kleinod Kreuzstein in Eppan/Berg, über den Weg Nr. 8, dem Forstweg Redlwiesen und das Wiesertal nach Perdonig und über den Steig 12 vorbei am Anna-Bankl und dem Bogenschieß-Parcour hinunter nach Schloss Hocheppan, über den Kreideturm zurück ins Dorf.
  • von Missian über Schloss Boymont zum Stausee und über den Forstweg St. Valentin zum Fuße der Furglauer Schlucht, mit seiner schönen Spielwiese. Retour auf dem Hinweg. 
  • von Missian über Kreuzstein und dann über den Steig 546 hinauf nach Buchwald
  • Missian Extrem: Vom Dorf zum Kreideturm, vorbei an der Wolfsgrube und weiter auf Nr. 2 Richtung Andrian. Auf halber Strecke biegt der wirklich steile Steig Nr. 2A ab. Diesen empor (gute Schuhe und Trittsicherheit sind Voraussetzung) bis zu den Kaltlluftlöchern und seinen moosbewachsenen Steinen. Von diesem interessantem Naturphänomen weniger steil hinauf zur Wiese vom aussichtsreichen Gasthof Lipp. Nun weiter durch den Wald und der Straße folgend nach Perdonig. Über den Steig Nr. 12 hinunter nach Schloss Hocheppan und über den Kreideturm wieder zurück ins Dorf Missian.


Sonntag, 14. Februar 2021

Buch "Mystische Orte in Südtirol"

Ein ganz besonderes Buch, das zu besonderen Orten führt.


Wir lieben Bücher, und eines, aus welchem wir einige unserer Ausflüge für 2021 planen, ist das Buch "Mystische Orte in Südtirol - Wasser, Kulte, Mythen" von Martin Ruepp und Astrid Amico. 

Unsere 7-jährige ist sehr geschichtsinteressiert und neugierig. Sie liest im Buch gern über besondere Orte und die historischen Plätze. Sie sind sehr spannend vorgestellt, wunderschön fotografiert und laden ein, den einen oder anderen Kultort zu erwandern. Und das Thema Wasser liegt bei Kindern sowieso immer hoch im Kurs. Viele mystische Orte, die vorgestellt werden, werden von einer Sage umrahmt. Im Vorfeld der Wanderungen lese ich diese durch und erzähle sie den Kindern unterwegs. So laufen auch unsere kleineren Kinder motiviert mit. Wir sind schon sehr gespannt, wo die Rosskopfhexen hausen und wo sich das Kobenkirchl versteckt.

kostenloser Counter