Samstag, 20. März 2021

Frühlingswanderungen in Missian

Von der klassischen Burgenwanderung zu einem sehr steilen Aufstieg.



Viele unserer Wanderungen im Frühling und Herbst starten in Missian, direkt vor unserer Haustür. Langeweile kommt dabei keine auf, weil wir neue Wege erkunden oder alte Steige wieder entdecken. Auch der Wandel der Jahreszeiten macht die Wege immer wieder spannend. Und von Woche zu Woche wählen wir eine anspruchsvollere Route für unsere Motivation.

Mit der Landkarte stellt man sich seine Runde am leichtesten zusammen. Unsere Wanderrunden im Überblick:

  • die klassische Drei-Burgenwanderung: von Missian zum Kreideturm, nach Schloss Hocheppan, im Ab und Auf über die Schlucht nach Schloss Boymont und über Schloss Korb zurück ins Dorf
  • von Missian zum Kleinod Kreuzstein in Eppan/Berg, über den Weg Nr. 8, dem Forstweg Redlwiesen und das Wiesertal nach Perdonig und über den Steig 12 vorbei am Anna-Bankl und dem Bogenschieß-Parcour hinunter nach Schloss Hocheppan, über den Kreideturm zurück ins Dorf.
  • von Missian über Schloss Boymont zum Stausee und über den Forstweg St. Valentin zum Fuße der Furglauer Schlucht, mit seiner schönen Spielwiese. Retour auf dem Hinweg. 
  • von Missian über Kreuzstein und dann über den Steig 546 hinauf nach Buchwald
  • Missian Extrem: Vom Dorf zum Kreideturm, vorbei an der Wolfsgrube und weiter auf Nr. 2 Richtung Andrian. Auf halber Strecke biegt der wirklich steile Steig Nr. 2A ab. Diesen empor (gute Schuhe und Trittsicherheit sind Voraussetzung) bis zu den Kaltlluftlöchern und seinen moosbewachsenen Steinen. Von diesem interessantem Naturphänomen weniger steil hinauf zur Wiese vom aussichtsreichen Gasthof Lipp. Nun weiter durch den Wald und der Straße folgend nach Perdonig. Über den Steig Nr. 12 hinunter nach Schloss Hocheppan und über den Kreideturm wieder zurück ins Dorf Missian.


Sonntag, 14. Februar 2021

Buch "Mystische Orte in Südtirol"

Ein ganz besonderes Buch, das zu besonderen Orten führt.


Wir lieben Bücher, und eines, aus welchem wir einige unserer Ausflüge für 2021 planen, ist das Buch "Mystische Orte in Südtirol - Wasser, Kulte, Mythen" von Martin Ruepp und Astrid Amico. 

Unsere 7-jährige ist sehr geschichtsinteressiert und neugierig. Sie liest im Buch gern über besondere Orte und die historischen Plätze. Sie sind sehr spannend vorgestellt, wunderschön fotografiert und laden ein, den einen oder anderen Kultort zu erwandern. Und das Thema Wasser liegt bei Kindern sowieso immer hoch im Kurs. Viele mystische Orte, die vorgestellt werden, werden von einer Sage umrahmt. Im Vorfeld der Wanderungen lese ich diese durch und erzähle sie den Kindern unterwegs. So laufen auch unsere kleineren Kinder motiviert mit. Wir sind schon sehr gespannt, wo die Rosskopfhexen hausen und wo sich das Kobenkirchl versteckt.

Samstag, 9. Januar 2021

Skitour Geislerumrundung: Kreuzjoch, Roascharte, Mittagsscharte

Dolomiten-Traum im Pulverparadies: rund um die Geisler mit den Skiern.


Wir starten im hintersten Villnößtal bei kalten -15 Grad in Zans, 1685 m. Über den Forstweg Nr. 36 und dann 35a zur Tschantschenon-Alm, 1928 m (unbewirtschaftet). Über sanfte Hänge und sich leicht links haltend geht es immer steiler werdend hinauf zum Kreuzjoch, 2293 m. Hier fellen wir ab und über feinsten Pulver geht es sich rechts haltend hinunter in einen Boden auf ca. 2000 m. Zum nächstes Ziel geht es zunächst leicht ansteigend und dann immer steiler werdend in die Roascharte, 2617 m. 



Nach einer kurzen Rast geht es über schöne südseitige Pulverhänge und einer Abfahrt von 500 Höhenmetern durch das Forces de Sieles bis auf eine Höhe von ca. 2100 m. Wir fellen nun ein drittes Mal auf und spitzen die Mittagsscharte empor, 2597 m. Über die Nordrinne, ein anfangs schmales Kar, das immer breiter wird endlos im Pulverrausch hinunter bis wir auf den Forstweg Nr. 28 treffen. Diesem weiter bergab bis zum Parkplatz Ranui, 1370 m, wo wir morgens das zweite Auto geparkt haben. 

Höhenmeter: 1700 m 
Einkehr: unterwegs keine, am Ausgangspunkt die Zanser-Alm und am Ende die Waldschenke in Ranui
Gesamtzeit inkl. Pausen: 6,5 Stunden

Sonntag, 3. Januar 2021

Rodelbahn Ackerboden-Alm bei Brixen, 1753 m

Rodel-Abenteuer für Familien: Ackerboden-Alm oberhalb von Brixen.


Ein kalter Wintertag begrüßt uns, als wir oberhalb von St. Leonhard bei Brixen aus dem Auto steigen. Startpunkt unserer Winterwanderung ist der Parkplatz Ackerboden, unterhalb dem Kaserhof, 1430 m. Wir wandern bei leichtem Schneefall auf dem Forstweg durch den Bodenwald gemütlich bergauf. Die Steigung durch den schneebedeckten Nadelwald ist sehr angenehm. Im oberen Teil der Wanderung öffnen sich kleine Blicke durch den Wald hinüber zu den Sarntaler Alpen. 



So richtig öffnet sich der Blick aber erst bei der ersten großen Lichtung, dem wunderschönen Ackerboden mit seiner gleichnamigen Almhütte, 1753 m, die auch gleichzeitig unser Ziel darstellt. Die urige Alm erreichen wir nach fast 1,5 Stunden Gehzeit. Derzeit ist die Hütte geschlossen, macht aber einen kinderfreundlichen Eindruck. Nach unserer Mittagspause treten wir mit der Rodel den Rückweg an. Es geht auf dem Hinweg sanft bergab bis zum Ausgangspunkt. Eine tolle Rodelbahn für Familien.

Höhenmeter: 300 m
Gehzeit: 1,5 Stunden im Aufstieg
Einkehr: Ackerboden-Alm, derzeit geschlossen



Mittwoch, 2. September 2020

Zirmeitalm und Karspitze, 2517 m

Über die Zirmeitalm auf die Karspitze, 2517 m. 




Oberhalb vom Wieserhof, 1535 m hoch über dem Bergdorf Schalders, befindet sich eine kleine Parknische. Von hier wandern wir nahezu eben bzw. leicht ansteigend den Forstweg Nr. 3 entlang. Teils schattig, teils sonnig erreichen wir den Steig Nr. 2, der vom Forstweg abzweigt. Im lichten Wald begrüßen uns zwei Esel, Grauvieh und zwei Haflinger-Pferde. Steil geht es seit verlassen des breiten Weges hinauf zur idyllisch gelegenen Zirmeitalm (auch Zirmait-Alm), 1890 m. 

Die einfache Almwirtschaft Zirmeit mit weiter Aussicht liegt ruhig inmitten einer Wiese. Bernadette und Bernhard mit Familie sind sehr herzliche Gastgeber und die Einkehr lohnend. Auf die Karspitze geht es weiter der Markierung Nr. 2 folgend durch den Wald zur Rothleite, 2153 m dem Beginn der Kammwanderung. Zunächst leicht ansteigend, dann flacher und schließlich mittelsteil über den Bergrücken hinauf zum Gipfel der Karspitze.

Zwei Gipfelbänke laden ein, das Gipfelpanorama und den aufsteigenden Nebel zu genießen. Nach der Gipfelrast mit Jause geht es auf dem Anstiegsweg zurück ins Tal.

Höhenmeter: 360 m bis zur Alm, 620 m von der Alm zum Gipfel, Einkehr: Zirmeitalm, Gehzeit: 1,5 Stunden zur Zirmeitalm, 2 Stunden von der Zirmeitalm auf die Karspitze

Montag, 24. August 2020

Kletter-Erlebnisweg Mölten - Schlaneid

Kletterspaß zwischen Wald und Wiesen.



Ein erlebnisreicher Wanderweg führt uns heute hinauf ins Bergdorf Mölten, wo wir im Dorfzentrum oberhalb des Cafe Pizzeria Friedheim parken. Dann folgen wir kurz der Hauptstraße bergauf und folgen dem Gehsteig entlang bis zum Lingerhof. Dort überqueren wir die Straße und nehmen den Wanderweg Nr. 1 durch die Wiese. Am Linger Gassl steht beim großen, alten Nußbaum eine Bank im Schatten, bei der die weite Aussicht ins Tal genossen werden kann, während die Kinder auf den Holz-Korken spielen. Weiter über die Wiese gelangen wir zum Waldrand, wo ein großes Haflinger-Pferd zum Klettern einlädt.

Anschließend schattig durch den Wald zu einem coolen Baumhaus mit Waldtelefon. Im leichten Auf und Ab erreichen wir einen felsigen Hang zum Klettern. Zwei Fixseile erhöhen hier den Kletterspaß. Dann geht es durch den Wald weiter, wir überqueren ein Bächlein und kommen dann zu einer kleinen Lichtung, wo der Riese, zwei Rutschen und ein Tisch zum Picknicken steht. 

Nun entweder auf dem selben Weg retour oder kurz zurück und zum Weiler Schlaneid oder auf dem Waldweg bleibend hinunter zur Bergstation Vilpian - Schlaneid und wieder retour. Auf dem Steig zur Seilbahn befindet sich unterhalb vom Riesen im Wald noch ein zweiter Picknick-Tisch. Lohnend ist bestimmt auch die Auffahrt mit der Seilbahn von Vilpian und den Weg in umgekehrte Richtung zu erwandern. 

Der Weg ist nicht kinderwagentauglich und vor allem geeignet für größere Kinder.

Gehzeit: insgesamt 3 Stunden mit langen Spielpausen, Einkehr: unterwegs keine, in Mölten und Schlaneid

Dienstag, 4. August 2020

Laugensee, Kleiner Laugenspitz und Gfrillner Laugenalm

Mit gehfreudigen Kindern eine wunderschöne Bergtour: rund um den Kleinen Laugen mit Badestopp am Laugensee, Gipfelstopp am Kleinen Laugen und Almstopp auf der Gfrillner Alm.

Blick auf Laugensee und Großen Laugen

Ein sehr heißer Sommertag lässt den geschmiedeten Plan zum Laugensee aufzusteigen und darin zu Baden in Umsetzung gehen. Vom Ausgangspunkt am Gampenpass, 1518 m wandern wir kurz den breiten Almweg entlang und biegen dann rechts bei der Bank in den steilen Bonacossa-Steig Nr. 133 ab. Für die Kinder ist richtig steil, auf schmalem Steig gerade richtig. Zudem laden immer wieder Schwarzbeeren zum Naschen ein. 



Nach der Waldgrenze machen wir am Holztisch der Jägerhütte bei schönem Ausblick auf das Etschtal und die Dolomiten eine erste Pause. Anschließend geht es leicht und mittelsteil ansteigend über Weiden und große Felsblöcke mit Blick zum Großen Laugen hinauf zum idyllischen Laugensee, 2180 m. Endlich, nach gut 2,5 Stunden liegt der Bergsee vor uns, eingebettet zwischen dem Großen und der Kleinen Laugenspitze. Die Kinder schlüpfen in die Badehose und drehen eine runde im kühlen See. Es ist wunderschön hier. Zudem laden einige Wassertiere zum Beobachten ein. 



Während die Kinder gut beschäftigt und betreut sind, machen wir Eltern einen Abstecher hinauf zur Kleinen Laugenspitze, 2297 m. Lediglich 20 Minuten Gehzeit vom Laugensee werden dafür benötigt und es ist sehr lohnend. Der Gipfelblick reicht zur Texelgruppe, ins Passeiertal und gegen die Dolomiten. Nach unserer Rückkehr wandern wir alle gemeinsam vom Sattel auf Steig Nr. 10 über Geröll und Wiesenböden in einer Stunde hinunter zur mit Schindeln gedeckten Gfrillner Laugenalm, 1835 m, wo wir eine Trinkpause einlegen. 



Anschließend weiter durch einen schönen Waldsteig und der "Feinlahn" (kurzer steinschlaggefährdeter Abschnitt) in einer Stunde zurück zum Gampenpass. 

Einkehr: Gfrillner Laugenalm
Gehzeiten: 2,5 Stunden zum Laugensee, von dort 20 Minuten zum Kleinen Laugenspitz, Abstieg über die Gfrillner Laugenalm insgesamt gut 2 Stunden 
Höhenmeter: 800 


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