Montag, 2. Juli 2012

Kinig (Königsspitze), 3851 m

Ein unglaublicher Traum wird Wirklichkeit - der Kinig, die Königsspitze - der wohl formschönste Berg der Alpen.

Der Kinig, über die linke Flanke erfolgt der steile Aufstieg
Sonnenaufgang am Königsjoch
Der Kinig (Königsspitze) ist für mich ein Berg, den ich schon seit Jahren von allen Seiten bewundert habe. Er war für mich unnahbar und daher ein ganz besonderes Geschenk. Hansjörg, Hannes und ich sind gestern über das Stilfser Joch nach Bormio, S. Caterina Valfurva und die schmale Straße weiter zum Parplatz beim Rifugio Forni, 2176 m gefahren. Am späten Nachmittag wandern wir auf dem breiten, blumenreichen Wanderweg ins Valle di Cedec zur Pizzinihütte, 2707 m.

Der steile Anstieg auf den Firngrat, links das Gipfelkreuz
Ein Traum geht in Erfüllung
Claudio, der sympathische Wirt der Pizzini-Hütte hat uns mit einem leckeren Abendessen verwöhnt. Nach einer wenig schlafreichen Nacht läutet um 2.45 Uhr der Wecker. Im Vorraum der Hütte war für uns ein herzhaftes Frühstück vorbereitet.

Abstieg über den luftigen Firngrat
Wolkenspiele auf dem Weg zum Kinig
Anschließend geht es mit den Stirnlampen dem Pfad mit Steinmännchen gekennzeichnet hinauf auf gut 3000 m. Angeseilt und mit Steigeisen und Pickel geht es über den sanften Gran-Zebrù-Ferner hinauf in eine Rinne an der Südflanke der Königsspitze. Nun mit Helm steil weiter über Geröll und Altschnee hinauf in das Königsjoch. Hier treffen wir auf die ersten Sonnenstrahlen und mit ihnen stapfen wir sehr steil (ca. 45°) hinauf in die Obere Schulter.

Gipfelblick zum Ortler
Gipfelkreuz des Königsspitz
Etwas flacher hinüber zum Fuß des Gipfelaufbaus der Königsspitze und dann wieder steil sich rechts haltend oberhalb der zwei größeren Steine hinauf in die Gipfelflanke. Steil empor zum schmalen Firngrat und über diesen entlang zum Gipfelkreuz der Königspitze. Um 7.00 Uhr erreichen wir den Gipfel und müssen ihn mit niemanden teilen, heute gehört der Kinig nur uns allein. Ein Wahnsinnsgefühl, hier oben zu stehen.

Blick zum Cevedale
Abstieg über den Gran-Zebrù-Gletscher
Ein teils starker Sturm begleitet uns auch auf dem Rückweg, Wolken ziehen auf. Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg. Vorsichtig stapfen wir über die guten Tritte im Schnee die steilen Flanken bergab, kehren in der Pizzinihütte auf ein zweites Frühstück ein und gehen dann zurück zum Parkplatz.

Höhenmeter: 550 m zur Hütte, 1160 m von der Hütte zum Gipfel
Gehzeit: 1,5 Stunden bis zur Hütte, 3,5 Stunden bis zum Gipfel, 3 Stunden im Abstieg
Einkehr: Pizzinihütte

Blick zurück auf die Südflanke der Königsspitze
Um kurz nach 9.00 Uhr sind wir wieder auf der Pizzinihütte

Kommentare:

Hanny hat gesagt…

Super Moni dass dir dieser Traum in Erfullung gegangen ist :-)

Giancarlo Ferrari hat gesagt…

Grandi amici!

georg hat gesagt…

Gratuliere!

Elmar hat gesagt…

Echt a super Tour! Gratuliere

Sabine hat gesagt…

Wow - ich staune! Super!

Anonym hat gesagt…

Do isch iatz a flaschl fällig!
königliche gratulation!

Älgen-Sultan (der mit dem bär ...)

Monika hat gesagt…

Danke in olle :)

@ der mit dem bär
s' Flaschl trink mr demnächst af inserer Terrasse!

Hermann hat gesagt…

Hallo Monika
Herzlichen Glückwunsch im nachhinein zum Kinig,diesem herrlichen Gipfel.Nur wer selber oben war,kann dieses Hochgefühl nachempfinden.Alles Gute und weiterhin schöne und erfolgreiche Touren.(Nun mit Lena)
Gruß Hermann

Monika hat gesagt…

Lieber Hermann,
vielen Dank - auch wenn ich es heute noch kaum glauben kann, dass ich da oben stand :)
Die Wanderungen mit Lena genießen wir sehr!
Lieben Gruß zu dir und eine gute Zeit
Monika

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