Mittwoch, 2. September 2020

Zirmeitalm und Karspitze, 2517 m

Über die Zirmeitalm auf die Karspitze, 2517 m. 




Oberhalb vom Wieserhof, 1535 m hoch über dem Bergdorf Schalders, befindet sich eine kleine Parknische. Von hier wandern wir nahezu eben bzw. leicht ansteigend den Forstweg Nr. 3 entlang. Teils schattig, teils sonnig erreichen wir den Steig Nr. 2, der vom Forstweg abzweigt. Im lichten Wald begrüßen uns zwei Esel, Grauvieh und zwei Haflinger-Pferde. Steil geht es seit verlassen des breiten Weges hinauf zur idyllisch gelegenen Zirmeitalm (auch Zirmait-Alm), 1890 m. 

Die einfache Almwirtschaft Zirmeit mit weiter Aussicht liegt ruhig inmitten einer Wiese. Bernadette und Bernhard mit Familie sind sehr herzliche Gastgeber und die Einkehr lohnend. Auf die Karspitze geht es weiter der Markierung Nr. 2 folgend durch den Wald zur Rothleite, 2153 m dem Beginn der Kammwanderung. Zunächst leicht ansteigend, dann flacher und schließlich mittelsteil über den Bergrücken hinauf zum Gipfel der Karspitze.

Zwei Gipfelbänke laden ein, das Gipfelpanorama und den aufsteigenden Nebel zu genießen. Nach der Gipfelrast mit Jause geht es auf dem Anstiegsweg zurück ins Tal.

Höhenmeter: 360 m bis zur Alm, 620 m von der Alm zum Gipfel, Einkehr: Zirmeitalm, Gehzeit: 1,5 Stunden zur Zirmeitalm, 2 Stunden von der Zirmeitalm auf die Karspitze

Montag, 24. August 2020

Kletter-Erlebnisweg Mölten - Schlaneid

Kletterspaß zwischen Wald und Wiesen.



Ein erlebnisreicher Wanderweg führt uns heute hinauf ins Bergdorf Mölten, wo wir im Dorfzentrum oberhalb des Cafe Pizzeria Friedheim parken. Dann folgen wir kurz der Hauptstraße bergauf und folgen dem Gehsteig entlang bis zum Lingerhof. Dort überqueren wir die Straße und nehmen den Wanderweg Nr. 1 durch die Wiese. Am Linger Gassl steht beim großen, alten Nußbaum eine Bank im Schatten, bei der die weite Aussicht ins Tal genossen werden kann, während die Kinder auf den Holz-Korken spielen. Weiter über die Wiese gelangen wir zum Waldrand, wo ein großes Haflinger-Pferd zum Klettern einlädt.

Anschließend schattig durch den Wald zu einem coolen Baumhaus mit Waldtelefon. Im leichten Auf und Ab erreichen wir einen felsigen Hang zum Klettern. Zwei Fixseile erhöhen hier den Kletterspaß. Dann geht es durch den Wald weiter, wir überqueren ein Bächlein und kommen dann zu einer kleinen Lichtung, wo der Riese, zwei Rutschen und ein Tisch zum Picknicken steht. 

Nun entweder auf dem selben Weg retour oder kurz zurück und zum Weiler Schlaneid oder auf dem Waldweg bleibend hinunter zur Bergstation Vilpian - Schlaneid und wieder retour. Auf dem Steig zur Seilbahn befindet sich unterhalb vom Riesen im Wald noch ein zweiter Picknick-Tisch. Lohnend ist bestimmt auch die Auffahrt mit der Seilbahn von Vilpian und den Weg in umgekehrte Richtung zu erwandern. 

Der Weg ist nicht kinderwagentauglich und vor allem geeignet für größere Kinder.

Gehzeit: insgesamt 3 Stunden mit langen Spielpausen, Einkehr: unterwegs keine, in Mölten und Schlaneid

Dienstag, 4. August 2020

Laugensee, Kleiner Laugenspitz und Gfrillner Laugenalm

Mit gehfreudigen Kindern eine wunderschöne Bergtour: rund um den Kleinen Laugen mit Badestopp am Laugensee, Gipfelstopp am Kleinen Laugen und Almstopp auf der Gfrillner Alm.

Blick auf Laugensee und Großen Laugen

Ein sehr heißer Sommertag lässt den geschmiedeten Plan zum Laugensee aufzusteigen und darin zu Baden in Umsetzung gehen. Vom Ausgangspunkt am Gampenpass, 1518 m wandern wir kurz den breiten Almweg entlang und biegen dann rechts bei der Bank in den steilen Bonacossa-Steig Nr. 133 ab. Für die Kinder ist richtig steil, auf schmalem Steig gerade richtig. Zudem laden immer wieder Schwarzbeeren zum Naschen ein. 



Nach der Waldgrenze machen wir am Holztisch der Jägerhütte bei schönem Ausblick auf das Etschtal und die Dolomiten eine erste Pause. Anschließend geht es leicht und mittelsteil ansteigend über Weiden und große Felsblöcke mit Blick zum Großen Laugen hinauf zum idyllischen Laugensee, 2180 m. Endlich, nach gut 2,5 Stunden liegt der Bergsee vor uns, eingebettet zwischen dem Großen und der Kleinen Laugenspitze. Die Kinder schlüpfen in die Badehose und drehen eine runde im kühlen See. Es ist wunderschön hier. Zudem laden einige Wassertiere zum Beobachten ein. 



Während die Kinder gut beschäftigt und betreut sind, machen wir Eltern einen Abstecher hinauf zur Kleinen Laugenspitze, 2297 m. Lediglich 20 Minuten Gehzeit vom Laugensee werden dafür benötigt und es ist sehr lohnend. Der Gipfelblick reicht zur Texelgruppe, ins Passeiertal und gegen die Dolomiten. Nach unserer Rückkehr wandern wir alle gemeinsam vom Sattel auf Steig Nr. 10 über Geröll und Wiesenböden in einer Stunde hinunter zur mit Schindeln gedeckten Gfrillner Laugenalm, 1835 m, wo wir eine Trinkpause einlegen. 



Anschließend weiter durch einen schönen Waldsteig und der "Feinlahn" (kurzer steinschlaggefährdeter Abschnitt) in einer Stunde zurück zum Gampenpass. 

Einkehr: Gfrillner Laugenalm
Gehzeiten: 2,5 Stunden zum Laugensee, von dort 20 Minuten zum Kleinen Laugenspitz, Abstieg über die Gfrillner Laugenalm insgesamt gut 2 Stunden 
Höhenmeter: 800 


Samstag, 25. Juli 2020

Gipfeltour mit Kindern: Hochjoch, 2376 m

Malerische Gipfeltour mit Kindern im Ultental.

















Von St. Pankratz im Ultental fahren wir hinauf zum Parkplatz bei St. Helena. Von dort zunächst nahezu eben den breiten Mariolberger-Almweg entlang und dann bei den Wegweisern links ab. Steil geht es durch den dichten Wald bergauf bis wir wieder zu einer Forststraße gelangen. Dieser entlang, die uns den Anstieg mit reifen Walderdbeeren versüßt. Dann wieder in den Wald und steil hinauf zur Jägerhütte am Hühnerspiel. Ein sehr idyllischer Platz mit Holzhütte, Brunnen und Tischen. Nach einer Pause mit Stärkung wandern wir im Auf uns Ab über den Bergrücken weiter bis wir nach über drei Stunden Gehzeit am Hochjoch-Gipfel stehen. Alle freuen sich auf die Rast und Mittagspause bei der Gipfelbank.




Anschließend geht es kurz den Anstiegsweg zurück und dann links auf Steig 8a hinunter zur Inneren Falkomai-Alm, 2151 m. Über schöne Weidewiesen geht es nach einem Stopp auf der Alm weiter dem Kirchbach entlang durch das grüne Tal hinaus. Immer wieder sind zur Freude der Kinder, die heute Wildpferde sind, kleine Bächlein zu überqueren. Die letzte Stunde geht dann von der Mariolberger Alm (Kuhalm) über den Almfahrweg zurück zum Parkplatz.

Höhenmeter: 800 m
Gesamtgehzeit: 6 Stunden mit gehfreudigen Kindern
Einkehr: Innerfalkomai-Alm, Mariolberger Alm


Donnerstag, 16. Juli 2020

Hochrautalm

Hochraut, eine Alm, die man zum Schluss abwärts erreicht.
Die Kinder waren vom Weg zur Hochrautalm so begeistert, dass wir die Alm heuer schon zwei Mal besucht haben. Vom Parkplatz oberhalb des Mudlerhofs in Taisten/Welsberg folgen wir dem breiten Fahrweg Nr. 31 leicht ansteigend bergauf. Manchmal gibt es einen Abkürzungssteig durch den Wald. Da die Wanderung ein Tal überschreitet, gelangen wir bald auf die Seite des Antholzer Tales. Auf halber Strecke liegt direkt am Wanderweg ein kleiner See. Zur Freude der Kinder tummeln sich darin zahlreiche Kaulquappen. Ein Zwischenstopp am idyllischen Teich ist daher unumgänglich. 



Anschließend geht es weiter und bald auf Weg Nr. 5 links hinunter bis wir die landschaftlich schön gelegene Alm erreichen. Zur Verwunderung führt der Schlussanstieg abwärts. Auf 1646 m werden hier auf der Hochrautalm besondere Alm-Gerichte gereicht. Die Speisekarte ist klein, dafür jedes einzelne Gericht mit ganz viel Liebe gekocht und angerichtet. 



Das besondere Plätzchen, die Liegestühle und der Besuch bei den Tieren lässt die Zeit auch für Kinder wie im Flug vergehen. Den Weg zurück haben wir Geheimsteig genannt, weil er in der Karte nicht aufscheint. Er führt oberhalb der Hütte rechts, steil ansteigend in den Wald. Eigentlich ist er derzeit gesperrt, aber die Forstarbeiten finden momentan nicht statt. Daher unbedingt sich vorher auf der Alm erkundigen, ob der Steig begehbar ist. Der Steig führt vorbei an einem grünen Jagerstand und gelangt dann wieder auf die Forststraße des Hinweges. Von dort gemütlich zurück zum Ausgangspunkt. 

Höhenmeter: ca. 300 m
Gehzeit: 1 Stunde hin, 45 Minuten zurück
Einkehr: Hochrautalm

Sonntag, 7. Juni 2020

Wieserbach-Wasserfall in Missian

Zum Wieserbach-Wasserfall in Missian.

Wasserfall in Missian
Die schönsten Wanderungen und Erlebnisse sind jene, die vor der Haustür starten. Daher wieder einmal eine schöne, versteckte Wanderung im Burgendörfchen Missian. Vom Spielplatz in Missian, daneben befindet sich ein öffentlicher Parkplatz, spazieren wir hinauf bis zur Feuerwehrhalle und biegen dann rechts ab. Durch das Dorf geht es weiter, vorbei an den letzten Häusern bis wir zum Waldrand gelangen. Von hier durch den Mischwald auf Weg Nr. 12B leicht absteigend Richtung Andrian. Nach zehn Minuten erreichen wir den Wieserbach und seinen unteren kleinen Wasserfall. Kurz vor der Kurve führt links ein steiler, schmaler Rehsteig hinauf zum größeren Wasserfall.

Moos und Wasser, eine faszinierende Kombination
Staudamm bauen am Fuße des Wasserfalls
Hier befindet sich auch ein wunderschönes Plätzchen zum Verweilen mit Kindern. Staudamm bauen, Wasser umleiten, fallendes Wasser beobachten. Es gibt nichts schöneres als den Moment zu genießen.
Rückweg auf dem Hinweg oder weiter dem Wieserbach und der Markierung 12A folgend hinunter Richtung Andrian oder Unterrain. Entlang des Baches bieten sich immer wieder schöne Spielpausen an. Von Unterrain entweder auf der Straße oder wieder durch den Wald steil zurück nach Missian.

Gehzeit: Hin- und Rückweg jeweils 30 Minuten zum Wasserfall
Höhenmeter: zum Wasserfall gering
Einkehr: keine

Herz am Weg

Montag, 1. Juni 2020

Schwarzhorn, 2439 m

Schwarzhorn-Überschreitung von Jochgrimm aus.
Perspektivenwechsel der Schwarzhorn-Überschreitung, einer Bergtour, die wir schon in umgekehrter Richtung erwandert haben. So geht es heute vom Parkplatz am Jochgrimm auf Steig 582 über die Wiesen hinauf bis zu den Latschenkiefern. Durch diese steil empor und dann über einen steinigen, schmalen Bergpfad dem Gipfel, 2439 m entgegen. 

 

Nach der Mittagspause und der schönen Aussicht zum Weisshorn und der Lagoraigruppe, entscheiden wir zum Kugeljoch abzusteigen. Dieser Steig ist schmal, ausgesetzt, wesentlich länger als der direkte Abstieg vom Schwarzhorn und setzt daher Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Die Überschreitung zum Kugeljoch ist landschaftlich allerdings sehr lohnend. 



Über die steilen Grashänge erreichen wir nach einer guten Stunde die Wiese mit der verfallenen Hütte. Dort führt der Steig etwas unübersichtlich in den Wald. Zunächst wandern wir bergab und dann in langer Hangquerung zurück zum Ausgangspunkt. Die letzten Meter führen über die blühenden Weidewiesen bergauf. 

Höhenmeter: ca. 600 m
Gesamtgehzeit mit Kindern: 5 Stunden
Einkehr: mehrere auf Jochgrimm


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