Mittwoch, 15. August 2007

Tschigot (auch Tschigat), 2998 m



















Hannes und ich fahren mit dem Korblift von Vellau/Algund hinauf zur Leiteralm (1522 m) und queren einen Waldspazierweg zum schön gelegenen Hochganghaus (1839 m). Hier stärken wir uns mit selbstgemachtem Strudel.

Vom Hochganghaus führt der steile Steig Nr. 7 in kleinen Kehren den Latschen- und Grashang aufwärts unter die Felsen der Hochgangscharte (2441 m). Das letzte Stück ist ausgesetzt, aber bestens mit Halteseilen versehen.

Vorbei am Langsee, geht es hinauf zu den Milchseen (2540 m). Westlich der Seen wandern wir über Gesteinsblöcke, später durch Geröll hinauf in den Kamin (Achtung auf Steinschlag). Hier treffen wir auf Wolfgang und Martin, zwei Urlauber aus Bayern, die sich uns anschließen. Gemeinsam klettern wir hinauf zur Gipfelscharte und unschwierig weiter bis zum Kreuz der Tschigot.

Nach kurzer Pfirsich- und Schokoladenpause wählen wir den Abstieg über den Nordwestgrat bis zum Halsljoch (2808 m). Hier lockt uns der nächste Dreitausender, die Lazinser Rötelspitze, 3037 m. Rückkehr über das Halsljoch, zur Biwakschachtel (schöner Tiefblick auf die Oberen Spronser Seen), über die Milchseescharte und die Hochgangscharte zum Hochganghaus und Leiteralm.
Der Abstieg gleicht einem Marathon, wir wollen nämlich unbedingt die letzte Talfahrt um 18.00 Uhr schaffen.

Fazit: Zwei wunderschöne Dreitausender im Herzen der Texelgruppe. Schöner Ausblick (wenn auch teilweise nebelverhangen) auf die Texelberge, vor allem auf Lodner und Hoher Weiße. Ebenso blickt man nach Süden gegen die Ortlerberge. Einzigartiger Tiefblick auf Meran und das Etschtal. Empfehlenswert für ausdauernde, schwindelfreie und trittsichere Bergsteiger.

Höhenunterschied: ca. 1700 m
Einkehr: Leiteralm, Hochganghaus
Gesamtgehzeit: 9 Stunden

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo liebe Bergkameraden,

wir planen ebenfalls diesen Sommer die zwei 3.000 er Tschigot und Laz. Rötelspitze an einem Tag zu bezwingen.
könnt Ihr uns Infos geben zu dem Halsljoch. Ist es dort arg schwierig zu gehen? für ein paar Infos wären wir dankbar.

Unser Profil:
Letztes Jahr waren wir auf der Zielspitze und auf der Hochwilde. Beide Touren waren lang und ausgiebig, aber für uns gut zu gehen. Haben uns die letzten 6 Jahre nach und nach immer weiter gewagt und wollen dieses Jahr mit den beiden 3.100ern eine neue Herausforderung annehmen.

Marcus und Tatjana

Monika hat gesagt…

hallo Marcus und Tatjana,
eine sehr schöne und lohnende Hochtour habt ihr euch vorgenommen, die ihr bestimmt meistern werdet. Der Nordwestgrat vom Tschigot ist eine luftige Blockkletterei, das Halsljoch eine viel begangene Scharte (es kreuzen sich die Wege von der Lodnerhütte herauf, zu den Spronser Seen und Tschigot). Der Grat zur Rötlspitze ist leicht ausgesetzt, teils mit Ketten versehen. Wetterbedingt kann die Tour bei Eis und Schnee heikel sein.

Wir wünschen euch schöne Bergerlebnisse in der Texelgruppe,
Monika

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